Ab Montag, den 21. Februar 2011, müssen sich Bahnreisende auf Zugverspätungen und Zugausfällen einstellen, denn die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) macht ihre Androhung zu den geplanten Streikaktionen wahr. Hier das Video

Die GDL forderte die Einführung eines flächendeckenden Branchentarifvertrages für die Lokomotivführer in Deutschland. In der Gewerkschaft sind rund dreiviertel der 26.000 Lokomotivführer innerhalb Deutschlands organisiert. Die Deutsche Bahn machte ihr jedoch zum Tarifvertrag kein Angebot. Stattdessen bot sie der GDL wiederholt eine zweistufige Lohnerhöhung sowie einer einstündigen Mehrarbeitszeit pro Woche für die Lokomotivführer an. Der Vertrag sollte auf 29 Monate befristet werden. Die GDL lehnte ab und drohte mit Warnstreiks.

Diese Drohung hat sie nun wahr gemacht und beginnt nach den Ski-Weltmeisterschaften in Garmisch-Partenkirchen am kommenden Montag mit den Streikaktionen, wie der Vorsitzende der Lokführer-Gewerkschaft GDL Claus Weselsky bekannt gab. Betroffen sein werden voraussichtlich der Personenverkehr sowie teilweise der S-Bahn-Verkehr in Berlin. Wahrscheinlich nicht von den Streikaktionen betroffen sein wird der Schienengüterverkehr.

Insgesamt wird in 75 Prozent der Eisenbahn-Verkehrsunternehmen zum Streik aufgerufen, darunter hauptsächlich bei der Deutschen Bahn und bei privaten Eisenbahnverkehrsunternehmen.

Quelle: gdl.de

Video: S-Bahn-Streik in Sicht

 

Siehe auch:

Lohnerhöhung für Beschäftigte der Bahn
Tarifabschluss bei der Deutschen Bahn
Tarifverhandlungen mit der Deutschen Bahn gescheitert

 

TVöD: Tarifvertrag 2018/ 2019, Entgelttabellen, Rechner | Oeffentlicher Dienst | Autor: Frank Wegener