In den kommenden Jahren werden im öffentlichen Dienst rund 20 Prozent der Beschäftigten pensioniert werden, zugleich müssen, laut dbb-Chef Peter Heesen, rund 700.000 Menschen als Nachwuchs eingestellt werden, um kein Defizit an Arbeitskräften im öffentlichen Dienst herbeizuführen.

Jedoch warnt der Bund der Steuerzahler vor einer „riesigen Pensionslawine“. So äußerte sich Verbandspräsident Karl Heinz Däke: „Wenn die Politik sich nicht an die Privilegien traut, drohen Steuererhöhungen zur Finanzierung der immer schwerer werdenden Pensionslasten“. Für die kommenden 10 Jahre wird eine Steigerung der Ausgaben für pensionierte Beamte um 40 Prozent prognostiziert. Innerhalb der nächsten 30 Jahre soll die Anzahl der Pensionäre um 60 Prozent von aktuell einer Million auf 1,6 Millionen steigen.

Das derzeitige Rentenniveau liegt, laut dem Institut für deutsche Wirtschaft (IW), bei 46,4 Prozent, bei Pensionären hingegen bei 71,75 Prozent.
Zugleich fordert der Deutsche Beamtenbund für die rund 800.000 Angestellten in den Ländern eine lineare Entgelterhöhung von drei Prozent sowie einen monatlichen Sockelbetrag von 50 Euro.

Die Gewerkschaften nehmen durchaus die durch die Forderungen seitens des Beamtenbunds verursachten zunehmenden finanziellen Lasten der Länder wahr, jedoch können sie darauf nicht sonderlich große Rücksicht nehmen, wie Heesen kürzlich mitteilte: „Aber würden wir auf deren Abbau warten, bis es wieder zu Einkommensverbesserungen kommt, hätten wir mindestens 30 Jahre lang Nullrunden zu vermelden – eine Katastrophe für die gesamte Wirtschaft“.

Quelle: abendblatt.de

 

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Tarif- und Besoldungsrunde der Länder beschlossen (PDF-Datei 456 KB)

 

 

TVöD: Tarifvertrag 2018/ 2019, Entgelttabellen, Rechner | Oeffentlicher Dienst | Autor: Frank Wegener