Um 21.00 Uhr stand fest: Die Arbeitgeber waren nur auf der Grundlage ihres unzureichenden Angebots zur betrieblichen Gesundheitsförderung zu Verhandlungen bereit. Die Forderung von GEW und ver.di, den gewerkschaftlichen Entwurf zugrunde zu legen, lehnten sie mit fadenscheinigen Argumenten ab:

- Die Vorschläge der Gewerkschaften seien verfassungswidrig.
- Die Vorschläge würden die Personalvertretungen zu Lückenbüßern machen.
- Die Vorschläge würden die Letztentscheidung der Arbeitgeber aufheben.

 

Trotz mehrstündiger Verhandlungen gab es keine Annäherung, so dass die Gewerkschaften schließlich das Scheitern erklären mussten.
Verhandlungen zur Entgeltordnung lehnten die Arbeitgeber pauschal ab. Nicht einmal die deutlichen Hinweise der Gewerkschaften, dass damit auch eine Eskalation für den Bereich Entgeltordnung provoziert werde, führte zum Einlenken.
Einig war sich die Verhandlungskommission der Gewerkschaften in der Einschätzung, dass es den Arbeitgebern am ernsthaften Verhandlungswillen fehle.
Damit werden die Streiks in dieser und in der nächsten Woche weitergeführt.
 
In der Presse werden die Arbeitgeber ihre ständig wiederholte Formulierung, sie seien "nur an Lösungen interessiert und würden deshalb keine neuen Angebote machen", sicher präsentieren.
Sie wollen die Streikenden mit dieser Aussage verunsichern.
Über das Tariftelegramm sind GEW-Mitglieder aber immer einen Tick besser und schneller informiert.

27. Mai 2009

 

Ilse Schaad / Norbert Hocke / Peter Jonas / Bernhard Eibeck

Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft
Hauptvorstand
Reifenberger Str. 21
60489 Frankfurt
Tel. 069-78973-0

Mehr zum Thema siehe auch: Verhandlung über ein Gesundheitstarifvertrag

Hier das Protokoll der Verhandlungspunkte GEW-Tariftelegramm

 

TVöD: Tarifvertrag 2018/ 2019, Entgelttabellen, Rechner | Oeffentlicher Dienst | Autor: Frank Wegener