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Am 09. Januar 2012 fand in Köln die 53. Jahresauftakttagung des Beamtenbundes (dbb) statt. Der dbb fordert im Rahmen der bevorstehenden Tarifverhandlungen für die etwa 1,3 Millionen Beschäftigten im öffentlichen Dienst umfassende Reformen im Bereich der Einstiegsgehälter, der Karrieremöglichkeiten und der Ausbildung.

Der Vorsitzende des dbb, Peter Heesen, forderte für die 1,3 Millionen Tarifbeschäftigten in Bund und Kommunen neue Arbeitszeitmodelle, eine interne Fachhochschulausbildung und höhere Einstiegsgehälter für den Nachwuchs.

Zudem verwies er auf die defizitäre Lage im Bereich der Fachkräfte. Angesichts des demografischen Wandels sollen allein in den kommenden Jahren 19,7 Prozent der Beschäftigten im öffentlichen Dienst pensioniert werden. Dies entspricht etwa 700.000 Tarifbeschäftigten. Im Bund sollen gemäß Heesen etwa ein Drittel der Beschäftigten in den Ruhestand gehen.

So fehlen schon jetzt nach Angaben der Gewerkschaften über 15.000 Arbeitsstellen in der Finanzverwaltung, mehr als 20.000 Fachlehrer, mehr als 10.000 Polizeibeamte und mehr als 8.000 Straßenmeister. Weiterhin beklagen Gewerkschaften einen Mangel an Techniker, Ingenieure und Lebensmittelkontrolleure.

Heesen fordert demnach neben seinen Eckpunkten für die Tarifbeschäftigten im öffentlichen Dienst auch Strategien zur Bewältigung des demografischen Wandels, eine Modernisierung des Dienstrechts sowie einen „konstruktiven Umgang“ im Bereich des Schuldenabbaus.

Quelle: dbb.de

TVöD: Tarifvertrag 2018/ 2019, Entgelttabellen, Rechner | Oeffentlicher Dienst | Autor: Frank Wegener