Die Auftaktgespräche bezeichnete Russ als konstruktiv, bedauerte aber, dass die hessische Landesregierung in Kenntnis der Forderungen noch kein Angebot gemacht habe. "Wir haben klar gemacht, dass unsere Forderung für die hessischen Landesbeschäftigten nicht anders lauten kann, als für die Kolleginnen und Kollegen im Gebiet der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL), für die seit 4. Februar verhandelt wird", sagte Russ in Wiesbaden.


"Es geht um die Erhöhung der Entgelte um 50 Euro als Sockelbetrag und darauf linear drei Prozent mehr ab 1. Januar 2011 bei einer Laufzeit
von 14 Monaten, die Übernahme aller Auszubildenden sowie eine zeit- nd inhaltsgleiche Übertragung der Entgelterhöhungen auf den Beamtenbereich", so der Verhandlungsführer der dbb tarifunion.

Es dürfe keine Abkopplung der Einkommensentwicklung in Hessen geben, so Russ. Nach dem Austritt des Landes aus der TdL gilt in Hessen gilt
der TV-H, der nahezu komplett das Tarifrecht des Tarifvertrages für die Beschäftigten der Länder (TV-L) abbildet. "Die im Landesdienst
Beschäftigten sagen zu Recht: Wir lassen uns nicht abhängen! Schließlich sorgen wir dafür, dass in Hessen der öffentliche Dienst für die Bürger
tagtäglich und zuverlässig funktioniert. Damit das so bleibt, brauchen wir eine faire Bezahlung."

"Beide Seiten werden nun Details ausloten", kündigte Russ an. "Am 4. April kommen wir zur nächsten Verhandlungsrunde mit den Arbeitgebern
zusammen. Dann muss es ein Ergebnis geben."

 
Redaktion: Cornelia Krüger

Quelle: dbb.de

TVöD: Tarifvertrag 2018/ 2019, Entgelttabellen, Rechner | Oeffentlicher Dienst | Autor: Frank Wegener