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Eine Unfallversicherung springt – wie der Name schon sagt - bei Unfällen ein, wobei es hier jedoch zwei Varianten von Unfallversicherungen gibt. Die eine Variante ist die gesetzliche Unfallversicherung, die bei Arbeitsunfällen und Wegeunfällen greift. Die andere Variante ist die private Unfallversicherung, die nicht nur bei Arbeitsunfällen und Wegeunfällen, sondern auch bei Unfällen in der Freizeit und im Haushalt einspringen kann.

Großteil der Unfälle nicht durch gesetzlichen Unfallschutz abgedeckt

Rund 70 Prozent der Unfälle in Deutschland ereignen sich in der Freizeit oder im Haushalt. Dies bedeutet, dass die gesetzliche Unfallversicherung bei lediglich 30 Prozent der Unfälle einspringen würde, sofern diese im Zusammenhang mit der Arbeit stehen. Der Großteil der Unfälle ist allerdings nicht durch die gesetzliche Unfallversicherung abgedeckt.

Bei Invalidität können hohe Kosten auf die Betroffenen zukommen

Bei einer unfallbedingten Invalidität können dem Betroffenen hohe Kosten durch Umbauten im Wohnraum, durch eine Haushaltshilfe oder auch einer Umschulung entstehen. Diese Kosten werden bei Unfällen, die sich im Haushalt ereignen oder auf Freizeitaktivitäten zurückzuführen sind, nicht von der gesetzlichen Unfallversicherung übernommen. Solche Kosten können jedoch von privaten Unfallversicherungen übernommen werden. Der private Unfallschutz gilt zumeist nicht nur innerhalb Deutschlands, sondern weltweit. Je nach Leistungsumfang kann sich aus einem privaten Unfallschutz auch eine lebenslange Unfallrente ergeben. Schon bei einer vorliegenden Invalidität von 50 Prozent wird häufig eine Unfallrente zusätzlich zur vereinbarten Invaliditätssumme ausbezahlt.

Tabelle: Anzahl der Personen in Deutschland, die eine private Unfallversicherung haben

2012
2013 2014 2015 2016
27,03 Millionen 26,64 Millionen 26,44 Millionen 25,57 Millionen 25,60 Millionen

Quelle: statista

Tabelle: Tödliche Arbeitsunfälle und Wegeunfälle

Von 2000 bis 2016 kam es zu 877.100 meldepflichtigen Arbeitsunfällen in Deutschland. Davon verliefen 424 tödlich.

Quelle: statista

Tabelle: Tödliche Arbeits- und Wegeunfälle

Quelle: statista

Wichtige Begriffe im Bereich Unfall

Einen Arbeitsunfall erleidet ein Beschäftigter dann, wenn dieser während der Ausübung seiner beruflichen Tätigkeit innerhalb und außerhalb der Arbeitsstätte einen Unfall hat.

Einen Wegeunfall erleidet ein Beschäftigter dann, wenn er auf dem Weg zwischen Wohnung und dem Ort seiner beruflichen Tätigkeit einen Unfall hat.

Ein Beschäftigter erleidet dann einen meldepflichtigen Unfall, wenn durch einen Arbeits- oder Wegeunfall eine Arbeitsunfähigkeit von mehr als drei Tagen hervorgerufen wird oder der Unfall zum Tod führt.

Ein Schulkind erleidet einen meldepflichtigen Unfall im Bereich der Schüler-Unfallversicherung, wenn es einen Unfall auf dem Schulweg erleidet, welcher eine ärztliche Behandlung beansprucht oder zum Tod führt.

Beschäftigte, die eine neue Unfallrente erhalten, haben einen schweren Arbeits- oder Wegeunfall erlitten. Der Unfall geht mit so schweren Folgen einher, dass eine Entschädigungszahlung geleistet werden muss. Eine Entschädigungszahlung kann in Form einer Rente und Abfindung oder ein Sterbegeld sein.

Bei Personen mit einem tödlichen Unfall handelt es sich um einen Tod, der innerhalb von 30 Tagen nach dem Unfall eingetreten ist.

TVöD: Tarifvertrag 2017/ 2018 | Forum - Oeffentlicher Dienst | Autor: Frank Wegener