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Anfang September 2013 einigten sich der Bund und die Gewerkschaften auf eine neue Entgeltordnung für den TVöD. Diese soll die Vergütungsordnung zum BAT nun endgültig ablösen und zum 01. Januar 2014 in Kraft treten.

Strukturmäßig orientiert sich die neue Entgeltordnung zum TVöD an die des TV-L, welche im Jahre 2012 in Kraft getreten ist.  Somit sind Eingruppierungsvorschriften und die Entgeltordnung der Länder ebenso neu geregelt.

Neu ist, dass Beschäftigte nun gleich einer höheren Entgeltgruppe zugeordnet werden, wenn sie Tätigkeitsmerkmale besitzen, die einer Höhergruppierung nach bis zu sechs Jahren gerechtfertigt hätten. Generell sollen Höhergruppierungen ohne Mitnahme der Stufenlaufzeit stufengleich erfolgen. Dies ist in der Änderung des § 17 TVöD Bund geregelt.

Zudem tritt eine Neuerung hinsichtlich der Entgeltgruppe 9 ein. Diese wird in zwei Gruppen gespalten: in 9a und 9b. Die Entgeltgruppe 9a besitzt ab sofort die Tätigkeitsmerkmale der „kleineren“ Entgeltgruppe 9. Dies beinhaltet auch eine Verbesserung der Tabellenwerte und reguläre Stufenlaufzeiten.

Die Neustrukturierung der Entgeltordnung soll finanziell durch das Leistungsentgelt, welches ebenso neu gestaltet wurde, kompensiert werden. Das Volumen von 1 Prozent, welches für das Leistungsentgelt zur Verfügung gestellt wird, kann die jeweilige Dienststelle individuell einsetzen und entscheidet damit, ob sie ein Leistungsentgelt zahlt oder nicht.

Die neue Entgeltordnung tritt am 01. Januar 2014 für die Beschäftigten im TVöD Bund ein. Beschäftigte, die im TVöD für die Kommunen tätig sind, sind hierbei ausgeschlossen.

Quelle: gew.de

TVöD: Tarifvertrag 2016/2017 | Forum - Oeffentlicher Dienst | Autor: Frank Wegener