Entgelt der Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst

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Bis zum Inkrafttreten der neuen Entgeltordnung findet auf Beschäftigte im Sozial- und Erziehungsdienst abweichend von § 15 Abs. 2 TVöD die (neue) Anlage C TVöD – Tabellenentgelt S (Tarifgebiet West und Ost).

 

Entgeltgruppen der Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst
Richtwerte zu Gehältern für Sozial- und Erziehungsdienst
Tabellenentgelt der S-Tabelle gültig ab 1. August 2011

 

Änderungen der TVöD, BT-V, BT-B und TVÜ-VKA

Anlage C TVöD -Tarifgebiet West

 (monatlich in Euro)

EntgeltgruppeStufe 1
Stufe 2
Stufe 3
Stufe 4
Stufe 5
Stufe 6
       
S 18
3.000,003.100,00
3.500,00
3.800,00
4.250,00
4.525,00
S 17
2.700,002.975,00
3.300,003.500,00
3.900,00
4.135,00
S 16
2.630,00
2.910,00
3.130,00
3.400,00
3.700,00
3.880,00
S 15
2.530,00
2.800,00
3.000,00
3.230,00
3.600,00
3.760,00
S 14
2.500,002.700,00
2.950,003.150,00
3.400,00
3.575,00
S 13
2.500,002.700,00
2.950,00
3.150,00
3.400,00
3.525,00
S 12
2.400,002.650,00
2.890,00
3.100,00
3.360,003.470,00
S 11
2.300,002.600,00
2.730,00
3.050,00
3.300,00
3.450,00
S 10
2.240,002.480,00
2.600,00
2.950,00
3.230,00
3.460,00
S 9
2.230,002.400,00
2.550,00
2.825,00
3.050,00
3.265,00
S 8
2.140,002.300,00
2.500,00
2.785,00
3.045,00
3.250,00
S 7
2.075,002.275,00
2.435,00
2.595,00
2.715,00
2.890,00
S 6
2.040,002.240,00
2.400,00
2.560,00
2.705,00
2.864,00
S 5
2.040,00
2.240,00
2.390,00
2.470,00
2.580,00
2.770,00
S 4
1.850,002.100,00
2.230,00
2.340,00
2.410,00
2.500,00
S 3
1.750,001.960,00
2.100,00
2.240,00
2.280,00
2.320,00
       

*Alle Angaben ohne Gewähr

 

 

Aktuelle Tabellenentgelt für die Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst

Anlage C TVöD -Tarifgebiet Ost

 (monatlich in Euro)

EntgeltgruppeStufe 1
Stufe 2
Stufe 3
Stufe 4
Stufe 5
Stufe 6
       
S 18
2.910,003. 007,00
3.395,003.686,004.122,004.389,25
S 17
2.619,002. 885,00
3. 201,00
3.395,003. 783,00
4.010,95
S 16
2.551,00
2. 822,00
3.036,003.298,003. 589,00
3.763,60
S 15
2. 454,00
2. 716,00
2. 910,00
3.133,00
3. 492,00
3.647,20
S 14
2. 500,00
2. 700,00
2. 950,00
3.150,00
3. 400,00
3.575,00
S 13
2. 500,00
2. 700,00
2. 950,00
3.150,003. 400,00
3.525,00
S 12
2. 400,00
2. 650,00
2. 890,00
3.100,003. 360,00
3.470,00
S 11
2. 300,00
2. 600,00
2. 730,00
3.050,003. 300,00
3.460,00
S 10
2.240,002. 480,00
2. 600,00
2.950,00
3. 230,00
3.450,00
S 9
2.230,002. 400,00
2. 550,00
2.825,003.050,00 3.265,00
S 8
2.140,002. 300,00
2. 500,00
2.785,003. 045,00
3.250,00
S 7
2. 075,00
2. 275,002. 435,00
2.595,00
2. 715,00
2.890,00
S 6
2.040,002. 240,00
2. 400,00
2.560,002. 705,00
2.864,00
S 5
2. 040,00
2. 240,00
2. 390,00
2.470,002. 580,00
2.770,00
S 4
1. 850,00
2. 100,00
2. 230,00
2.340,002. 410,00
2.500,00
S 3
1. 750,00
1. 960,00
2. 100,00
2.240,002. 280,00
2.320,00
       

*Alle Angaben ohne Gewähr

 

Abweichend von § 16 Abs. 3 TVöD beträgt in allen Entgeltgruppen die Stufen-laufzeit in der Stufe 2 drei Jahre und in der Stufe 3 vier Jahre. In der Entgeltgrup-pe S 8 beträgt die Stufenlaufzeit in der Stufe 4 acht Jahre und in der Stufe 5 zehn Jahre.

Die Eingruppierung der Beschäftigten bestimmt sich bis zum Inkrafttreten der neuen Entgeltordnung nach den Tätigkeitsmerkmalen des Anhangs der Anlage C zum TVöD (Anlage 1).

Linktipp: Hier werden Kredite für Angestellte im öffentlichen Dienst vergeben

 

Erläuterung

1. Ist der oder die Beschäftigte in einem Erziehungsheim, einem Kinder- oder Jugendwohnheim oder einer vergleichbaren Einrichtung beschäftigt, in dem überwiegend Behinderte im Sinne des § 2 SGB IX untergebracht sind oder im Wesentlichen Kinder und Jugendliche mit Erziehungsschwierigkeiten, und diese zum Zweck der Erziehung, oder Ausbildung oder Pflege dort untergebracht sind, dann erhält der oder die Beschäftigte eine monatliche Zulage in Höhe von 61,36 Euro. Sind in diesen Einrichtungen nicht überwiegend diese Personen untergebracht, beträgt die monatliche Zulage nur 30,68 Euro. Ausgenommen davon sind der oder die Beschäftigten, bzw. auch Meister und Meisterinnen, im handwerklichen Erziehungsdienst. Für diese Beschäftigten gilt folgende Regelung:
hier beträgt die Zulage monatlich 40,90 Euro, wenn die Einrichtung im Sinne von Satz 1, erster Halbsatz, definiert ist.
Gezahlt wird die Zulage nur dann, wenn der/die Beschäftigte einen Anspruch auf Entgelt oder Fortzahlung des Entgelts nach §21 TVöD hat. Die Zulage ist aber auch bei der Bemessung des Sterbegeldes nach §23 Abs.3 TVöD zu berücksichtigen.

2. Schwierige fachliche Tätigkeiten werden wie folgt definiert:
a) Tätigkeiten, welche in Einrichtungen für Behinderte im Sinne des §2 SGB IX ausgeübt werden, wie auch Tätigkeiten in psychiatrischen Kliniken,
b) die alleinverantwortliche Betreuung von Gruppen, unter anderem in Randzeiten
c) Tätigkeiten in Integrationsgruppen. Integrationsgruppen umfassen die Tätigkeiten der gemeinsamen Förderung von behinderten und nicht behinderten Kindern. Dabei muss der Anteil der behinderten Kinder mindestens ein Drittel der Gruppe umfassen, nach §2 SGB IX in Einrichtungen der Kindertagesbetreuung.
d) Tätigkeiten in Gruppen, welche sich ausschließlich aus behinderten Kindern zusammensetzen oder solchen Kindern, welche wesentliche Erziehungsschwierigkeiten aufweisen. Auch hier muss §2 SGB IX berücksichtigt und erfüllt werden.
e) Tätigkeiten, welche in geschlossenen oder gesicherten Gruppen ausgeführt werden.

3. Weiterhin definiert sich das Tätigkeitsfeld der Erzieher/innen auch in Schulkindergärten, Vorklassen und Vermittlungsgruppen für nicht schulpflichtige Kinder, als auch die Betreuung von über 18jährigen Personen, welche zum Beispiel in Einrichtungen für Behinderte im des §2 SGB IX untergebracht sind, oder aber die Betreuung von obdachlosen Personen.

4. Als ständiger Vertreter gilt nicht, wer Vertreter für Urlaubszeiten oder sonstige Abwesenheitszeiten übernimmt.

5. Laut der Tätigkeitsmerkmale sind auch Kindergärtnerinnen und Kindergärtner, sowie Hortnerinnen und Hortner mit staatlicher Anerkennung oder Prüfung, als auch Kinderkrankenschwestern/Kinderpfleger, welche in Kindergruppen tätig sind, eingruppiert.

6. Unter besonders schwierig fachlichen Tätigkeiten versteht man folgende Berufsgruppen:
a) Tätigkeiten in Erziehungsgruppen, welche besondere Aufgaben zu erfüllen haben, wie zum Beispiel die gemeinsame Förderung behinderter und nicht behinderter Kinder, auch Integrationsgruppen genannt, im Sinne des §2 SGB IX, in Einrichtungen der Kindesbetreuung.
b) Tätigkeiten, welche in Gruppen von Behinderten im Sinne des §2 SGB IX ausgeführt werden, wie auch Tätigkeiten mit Kindern und Jugendlichen mit wesentlichen Erziehungsschwierigkeiten.
c) Tätigkeiten, welche in Jugendzentren und Häusern der offenen Tür ausgeübt werden.
d) Tätigkeiten, welche in geschlossenen oder gesicherten Gruppen ausgeübt werden.
e) die fachlichen Koordinierungstätigkeiten von mindestens vier Beschäftigten, welche in die Entgeltgruppe SuE VI fallen.
f) Tätigkeiten eines Facherziehers/Facherzieherin, welche Einrichtungsübergreifende Aufgaben umfassen.

7. Für die Beschäftigung der Heilpädagogen und Heilpädagoginnen versteht man folgende Berufsdefinition: sie sind Beschäftigte mit staatlicher Anerkennung und müssen einen nach der Maßgabe der Rahmenvereinbarung über die Ausbildung und Prüfung an Fachschulen für Heilpädagogik gestalteten Ausbildungsgang mit vorgeschriebener Prüfung erfolgreich abgeschlossen haben. Dies geschieht nach dem Beschluss der Kultusministerkonferenz vom 7.November 2002. Danach sind sie berechtigt die Berufsbezeichnung „staatlich anerkannter Heilpädagoge oder staatlich anerkannte Heilpädagogin“ zu führen.

8. Krippen, Kindergärten, Horte, Kinderbetreuungsstuben, Kinderhäuser und Kindertageseinrichtungen der örtlichen Kindererholungsfürsorge verstehen sich als Kindertagesstätten im Sinne des Tarikmerkmals.

9. Um die Durchschnittsbelegung zu ermitteln, legt man für das jeweilige Kalenderjahr die Zahl der vom 1. Oktober bis 31.Dezember des vorangegangen Kalenderjahres die gleichzeitig belegbaren Plätze je Tag zugrunde. Eine Herabgruppierung findet nicht statt, wenn eine Unterschreitung der maßgeblich je Tag belegbaren Plätze nicht mehr als 5 v. H. unterschritten wird. Verantwortet der Arbeitgeber eine Unterschreitung aufgrund von Qualitätsverbesserung, führt dies ebenfalls nicht zur Herabgruppierung. Organisatorische Maßnahmen infolge demografischer Handlungsnotwendigkeiten werden hiervon nicht berührt.

10. Als Erziehungsheim wird definiert, wenn überwiegend Kinder oder Jugendliche im Sinne des §2 SGB IX mit wesentlichen Erziehungsschwierigkeiten dort untergebracht sind.

11. Als schwierige Tätigkeiten werden weiterhin definiert:
a) die Beratung von Suchtmittel Abhängigen
b) die beratende Tätigkeit von HIV-Infizierten oder an AIDS erkrankten Personen
c) die Tätigkeit als begleitende Fürsorge für Heimbewohner oder die nachgehende Fürsorge für ehemalige Heimbewohner
d) die Tätigkeit der Fürsorge für Strafgefangene oder die nachgehende Fürsorge für entlassene Strafgefangene
e) das Koordinieren der Arbeiten von mehreren Beschäftigten die mindestens der Entgeltgruppe SuE IX angehören.

 

TVöD: Tarifvertrag 2012/2013/2014 - Öffentlicher Dienst | Forum - Oeffentlicher Dienst | Autor: Frank Wegener